Reputationsmanagement braucht Besonnenheit, keinen Aktionismus

Reputationsmanagement braucht Besonnenheit, keinen Aktionismus

Blinder Aktionismus hilft nicht weiter, wenn im Internet schlechte Inhalte auftauchen

BADEN-BADEN. Der Umgang mit dem Medium Internet ist in jedem Unternehmen anders. Viele stehen der digitalen Welt mit Skepsis oder Hilflosigkeit gegenüber. Andere arbeiten ganz gezielt an ihrer Internet-Strategie, Kommunizieren mit ihren Stakeholdern (Anspruchsgruppen) – Kunden, Lieferanten, Mitarbeitern oder Vertriebspartnern. Andere machen ganz viel, füttern Blogs, kommunizieren in Chats und Foren, bewegen sich in allen sozialen Netzwerken und verfügen neben ihrer Homepage über Landingpages und Apps. „Warum sie das tun? Meist ist Unsicherheit der Grund. Dabei ist weniger oft mehr. Wer nicht die Zeit hat, seinen Facebook-Kanal zur Zufriedenheit aller zu pflegen, der sollte es lieber lassen. Social Media muss einem Spaß machen. Nur dann kommt man glaubwürdig rüber“, meint Dr. Thomas Bippes, Geschäftsführer der Agentur PrimSEO, einer der führenden Agenturen auf dem Gebiet Online Reputation Management (ORM) in Deutschland.

PrimSEO – eine der führenden Agenturen auf dem Gebiet Reputationsmanagement

Die digitale Reputation erfordert ein ganzheitliches Vorgehen. Sie muss nicht nur im Einklang stehen mit der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Unternehmens, sondern umfasst das Unternehmen als Ganzes – von den sozialen Aktivitäten, über die Mitarbeiter, die Produktion, die Geschäftsführung. „Grundsätzlich sollte man sehr gezielt an seiner Online Reputation arbeiten. Wie erreiche ich meine Stakeholder? Auf welche Kommunikationswege soll ich setzen? Wichtig sind ein permanentes Monitoring und eine Absicherung meiner Online Reputation. Das bedeutet, dass die Inhalte, die man selbst im Internet setzt, bei den Suchmaschinen Google & Co. immer besser gefunden werden müssen als Blogs oder Bewertungsportale auf denen über mein Unternehmen, meine Person oder meine Produkte geschrieben wird“, so Dr. Thomas Bippes.

„Wichtig ist die Absicherung der Online Reputation“

Tauchen dennoch schlechte Inhalte auf, sollte man besonnen reagieren. „Panik ist ein schlechter Ratgeber. Auf gar keinen Fall sollte man in Aktionismus verfallen – beispielsweise Anwälte einschalten, auf den betreffenden Plattformen mit Kommentaren zurückschießen oder Anzeige erstatten. Auch sollte man kein Schutzgeld bezahlen – und der kriminellen Masche vieler Webseitenbetreiber auf den Leim gehen. Man sollte in Ruhe die nächsten Schritte überlegen. Man ist nicht ohne Rechte. Viele Webseitenbetreiber zeigen sich verständnisvoll und sind gerne bereit, Beiträge zu löschen. Hier kommt man mit einem freundlichen und kooperativen Gespräch oft zum gewünschten Ziel. Auch kann man clever reagieren und die Vorwürfe damit entkräften. Auf jeden Fall sollte man eigene Inhalte setzen, die unerwünschte Inhalte schlichtweg verdrängen“, so Dr. Thomas Bippes.

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