Heiß diskutiert und in aller Munde – doch was sind Google Updates?

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Immer dann, wenn Google Änderungen am Algorithmus vornimmt, spricht man von Google Updates. Viele dieser Suchmaschinen Updates waren so weitreichend, dass sie auch eigene Namen tragen. Sie heißen Panda, Penguin oder Phantom. Tatsächlich aber arbeitet Google permanent an seinem Algorithmus. Vereinfacht dargestellt geht es Google darum, die Suche immer natürlicher werden zu lassen. So einfach der Vorgang ist, so schwierig ist die Umsetzung. Der Suchende stellt Google eine Frage. Zum Beispiel möchte er wissen, wie eine Operation am Grauen Star durchgeführt wird. Vielleicht kommt der Suchende gerade vom Augenarzt, der den Grauen Star diagnostiziert hat. Google möchte dem User die beste Antwort präsentieren. Im Zweifel wird das eine spezialisierte Seite sein mit einer guten Reputation, die hervorragenden Content (Text, Bild, Video) zur Verfügung stellt. Google arbeitet permanent daran, diese Suche zu verbessern. Fehler, Lücken werden nach und nach geschlossen.

Google Update: Google arbeitet permanent daran, die Suche zu verbessern

Ein Beispiel: Das Panda Update wurde zum ersten Mal im Jahr 2011 ausgerollt. Google hat mit diesem Update einen Qualitätsfilter für Webseiten-Content eingeführt. Ziel war es, den Mehrwert für den Suchenden zu prüfen. Google arbeitet permanent an genau diesem Ziel. Seit dem ersten Rollout gab es vier weitere Versionen. Vor allem mit den Panda Updates 4.0 und 4.1 in 2014 konnte Google den Qualitätsfilter deutlich verbessern. Schlecht geschriebene, unseriöse oder überoptimierte Texte, Plagiate, wenig informative Texte kann Google seither erkennen. Wer im Ranking zurückgefallen ist, sorgte in der Regel schnell dafür, dass er seine Content-Performance verbessert.

Google Panda-Updates: Qualitätsfilter für Webseiten-Content

Ein weiteres Google-Update – das Penguin Update. Es wurde 2012 ausgerollt und hat die zweite Seite der SEO-Medaille im Blick. Während die Panda-Updates den Content auf der Seite in den Blick nehmen, betrachten und bewerten die Penguin-Updates die Reputation der Website. Die Google-Updates gehen beispielsweise folgenden Fragen nach:

  • Welche Empfehlungen gibt es? Kommen sie aus einem relevanten Umfeld? Wie hochwertig sind sie?
  • Wie sieht es aus mit Spam?

Seit dem ersten Rollout gab es auch von diesem Google Update mehrere Versionen. Seit dem Jahr 2016 kommuniziert Google die Updates nicht mehr als Aktion. Vielmehr laufen die Updates seither kontinuierlich – ohne Ankündigung. Andere Updates wie das Mobile Updates sind wie die Panda- und Penguin-Updates als Erziehungsmaßnahme zu verstehen. Google möchte – und hier wiederholen wir uns – dem Suchenden das beste Ergebnis liefern. Das beste Ergebnis ist ganz sicher keine überoptimierte Seite mit schlechten Inhalten und einem unseriösen Linkaufbau.

Google legt Wert auf Qualität und kann ihn dank der Updates gut erkennen

Google legt Wert auf Qualität und kann diese dank eines fortentwickelten Algorithmus auch erkennen. Google realisiert auch, dass die User überwiegend und immer häufiger mit mobilen Endgeräten im Internet unterwegs sind. Mit einem Update macht Google den Seitenbetreibern deutlich, dass sie auf diese Entwicklung reagieren müssen und ihre Seite entsprechend responsiv gestalten. Seitenbetreiber können aus den Google Updates der vergangenen Jahre eine Lehre ziehen: Wer Suchmaschinenoptimierung (SEO) mit hochwertigem Content und einer natürlichen Vernetzung (White-Hat-SEO) umsetzt, wer transparent und nachvollziehbar arbeitet, seine Webseite liebt und pflegt und dabei immer in erster Linie den Nutzer und nicht die Bots im Blick hat, der kann gut schlafen und profitiert am Ende von Google Updates wie Panda, Penguin, Mobile oder RankBrain.

FAQ

Google Update – was bedeutet das?
Ein Google Update ist eine Änderung am Google-Algorithmus. Die wichtigsten Updates der letzten Jahre seit 2011 waren Panda, Penguin, Hummingbird, Possum, Fred und Phantom. Manchmal erhält ein Google Update eine Erweiterung, etwa Penguin 4.0 wenige Jahre nach dem ersten Penguin Update. Doch Google führt neben den großen Updates viele weitere kleinere Änderungen durch, manchmal zweimal täglich. Die Updates ändern den Google Algorithmus signifikant, in der Regel betreffen sie ganz bestimmte Aspekte. Kleinere Änderungen, bei denen nur einzelne Faktoren eines vorherigen Updates anders gewichtet werden, erfolgen durch eine Aktualisierung der Datenbasis per Data Refresh. Das Google Update Panda wurde 2011 ausgerollt, es bezog sich vor allem auf die Inhalte von Webseiten. Von Panda gab es seither vier aktualisierte Versionen (Stand: Sommer 2017), die letzten hießen Panda 4.0 und 4.1. Durch Panda wurden Webseiten mit unbrauchbaren und unseriösen Inhalten im Ranking herabgestuft, wertvolle Webseiten rankten anschließend besser.

Welche Ziele verfolgt Google mit den Suchmaschinen-Updates?
Das Google Update Penguin folgte erstmals im Frühjahr 2012, hierbei ging es vorrangig um Spam und Backlinks. Auch Penguin wurde mehrfach aktualisiert und gehört seit 2016 zum Google-Core, sodass Änderungen nicht mehr gesondert kommuniziert werden. Seit Penguin ist ein unseriöser Backlinkaufbau – die sogenannte Black Hat SEO – vollkommen überflüssig geworden, er richtet höchstens noch Schaden an.

Wie entwickeln sich die Google Updates?
Das Google Update Hummingbird folgte im Sommer 2013, die Google Suche war gerade 15 Jahre alt geworden. Hummingbird verursachte so starke Änderungen, dass mit dem Roll-out fast 90 % aller Suchanfragen betroffen waren. Der Name “Kolibri” soll darauf verweisen, dass Suchergebnisse seither schneller und präziser ausgeliefert werden. Dieses Google Update war ein Schritt hin zur semantischen Suche, die unter anderem für Spracheingaben benötigt wird. Seit Hummingbird interpretiert die Suchmaschine eine Suchanfrage im Ganzen, indem sie zwischen einzelnen Worten eine semantische Beziehung herstellt. Das Google Update Possum im September 2016 verbesserte die lokale Suche, während Fred im März 2017 noch stärker als bisher die Einhaltung der Webmaster-Richtlinien von Google überwachte. “Fred” war kein offizieller Google-Name, er wurde diesem Update von einem Spaßvogel namens Gary Illyes aus der SEO-Gemeinschaft verpasst. Seit Ende 2016 kommuniziert Google seine Updates kaum noch. Die Experten sind also seither eher auf Spekulationen angewiesen.

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